11.04.2013, 11:23 Uhr | Patrick Schäfer, driver.de
Alfa Romeo 4C: Premiere der Serienversion auf der Techno Classica 2013 (Quelle: Patrick Schäfer/t-online.de)
Hier kommt der Alfa Romeo 4C: Die Italiener zeigen auf der 25. Techno Classica 2013 in Essen erstmals die Serienversion des kleinen Sportwagens. Wir haben exklusive Bilder, denn wir durften im neuen Alfa Romeo schon Probesitzen.
Die Oldtimer-Messe bietet die perfekte Kulisse für den neuen Sportwagen. Denn der 4C lehnt sich an Vorbilder wie die Alfa Romeo Giulietta SZ von 1960 und den Alfa Romeo Tipo 33 von 1967 an - beides leichte und starke Sportwagen. Zudem feiert Alfa Romeo zwei Jubiläen: 90 Jahre "Quadrifoglio Verde" - das glücksbringende vierblättrige Kleeblatt wurde 1923 zum ersten Mal auf einen Rennwagen gemalt - und 50 Jahre hauseigene Rennabteilung "Autodelta".
Zunächst mag die Premiere des Alfa Romeo 4C nicht überraschend anmuten - doch unter der roten Plane steckt die Serienversion des Sportwagens. In Genf wurde nur die 61.000 Euro teure "Launch Edition" gezeigt. Der nun gezeigte rote Flachmann aus Italien ist optisch nicht verändert, aber der Preis soll gut 10.000 Euro unter dem des Sondermodells liegen. Geblieben ist unter anderem das auffällige Design der Scheinwerfer. Die Karboneinfassung kommt ohne Glasabdeckung aus, das Tagfahrlicht wird mit jeweils fünf LED-Spots gebildet.
Schon beim Einsteigen ist klar: Wer hier über diesen fast einen halben Meter breiten Schweller tritt, nimmt in einem kompromisslosen Sportwagen Platz. Sehr tief sitzt man auf Schalensitzen und blickt auf ein unten abgeflachtes Sportlenkrad und ein digitales Display - das leider mangels Schlüssel noch ausgeschaltet bleibt. Einige Schalter auf der Mittelkonsole stammen aus der Giulietta, der DNA-Schalter wurde um eine Race-Position erweitert. Schicke Details wie an den Türen angeschlagene Lederriemen nehmen Bezug auf die Alfa-Klassiker.
Direkt hinter der Fahrgastzelle steckt der Motor des Alfa 4C - der übrigens Ferrari-like von außen durchs Glas zu sehen ist: Der Vierzylinderturbo mit 1750 Kubikzentimetern Hubraum ist aus der Giulietta QV bekannt. Hier leistet der Direkteinspritzer 240 PS und 350 Newtonmeter maximales Drehmoment, die auf die Hinterachse geschickt werden. Also endlich wieder ein sportlicher Alfa mit Hinterradantrieb. Geschaltet wird über das Doppelkupplungsgetriebe Alfa TCT mit sechs Stufen - entweder automatisch oder per Schaltwippen am Lenkrad.
Das Leistungsgewicht beträgt weniger als vier Kilo pro PS. Denn dank Karbonbox und Kunststoffkarosserie wiegt der Alfa 4C nur 895 Kilogramm. In nur 4,5 Sekunden soll der Mittelmotor-Sportwagen auf Tempo 100 schnellen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt gut 265 Stundenkilometer.
Der 4C wird bei Maserati in Modena gebaut und ist ab Juni bestellbar. Der kleine Bruder des 8C kommt also noch im Laufe des Jahres 2013 auf den Markt - auch in den USA. Er soll etwas über 50.000 Euro kosten. Die 500 Exemplare der Launch-Edition waren übrigens in zehn Tagen ausverkauft.
Quelle: Patrick Schäfer, driver.de
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