12.11.2012, 15:10 Uhr | Press-Inform
Mini John Cooper Works GP (Quelle: Hersteller)
218 PS, eine Spitzengeschwindigkeit von 242 Kilometern pro Stunde und eine Vorliebe für enge Kurven: Der Mini John Cooper Works GP ist der schnellste Serien-Mini aller Zeiten. Aber leider ist er streng limitiert. Es gibt nur eine sehr begrenzte Anzahl.
Innerhalb von 6,3 Sekunden knackt der Brite aus dem Stand die Tempo 100-Marke. Noch eindrucksvoller ist die Umrundung der Nordschleife des Nürburgrings in 8:23 Minuten.
Die erste Sitzprobe im Fronttriebler lässt auf eine sportliche Gangart schließen. Der Recaro-Sportsitz begrüßt seinen Besetzer in Sekundenbruchteilen mit einer äußerst innigen Umarmung. Das für seine sportlichen Ansprüche ein wenig zu groß geratene Sportlederlenkrad fühlt sich griffig an. Die Füße finden einen guten und direkten Kontakt zur glänzenden Pedalerie. Die Augen finden auf Anhieb das wichtigste Anzeigen-Instrument für einen sportlichen Fahrer: Den Drehzahlmesser. Die überdimensional große Tachoscheibe befindet sich nach wie vor in der Mittelkonsole.
Ein Druck auf den Starterknopf und der 1160 Kilogramm schwere Renner legt los wie ein Krawallmacher. Dieser Klang kann sich hören lassen. Unten am Heck lugt eine Doppelauspuffanlage mit Faust großen Endrohren hervor. Rechts und links davon befindet sich ein Heckdiffusor, der in Kombination mit dem Dachspoiler für 90 Prozent weniger Abtrieb sorgen soll.
Auf den ersten Metern durch die Boxengasse versprüht der 1,6-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor bulligen Charme. Es dröhnt ein wenig hier, es wummert ein wenig dort – ein Sportler eben. Allerdings einer, der in wenigen Sekunden von der Kette gelassen werden möchte. Trotzdem soll sich der Normverbrauch mit 7,1 Litern Super in Grenzen halten.
Bereits auf der Warm-up-Runde, welche dazu dient den auf Wunsch 280 Newtonmeter Drehmoment produzierenden Motor und die breiten 17-Zöller auf Temperatur zu bringen, sticht eine Auffälligkeit ins Auge. Der Rückspiegel ist etwas zu groß und verhindert für kleinere Fahrer einen freien Blick in den Kurvenausgang. In engen Kehren zeigt sich der Mini giftig und überaus spurtreu. Untersteuern? Fehlanzeige. Die Lenkung ist scharf, das einstellbare Fahrwerk für alle Eventualitäten auf der Piste vorbereitet. Nervig sind allein die Antriebskräfte im Lenkrad – typisch für einen Fronttriebler mit Wumms unter der Haube.
Wer sich für den limitierten Renner interessiert, sollte schnell zugreifen. Der Mini ist auf 2000 Fahrzeuge begrenzt. Von außen ist der kleine Krawallmacher an seiner Thunder Grey metallic-Lackierung, einem Lufteinlass auf der Motorhaube sowie den kleinen GP-Logos zu erkennen. Xenon-Licht, Klimaanlage, DSC mit spezifischem GP-Modus und einem Sport-Knopf zählen zur Serienausstattung. Ein Blick in den Kofferraum wirkt zuerst ein wenig ernüchternd, denn dank einer roten Ladeschutzstrebe ist hier nicht viel unterzubringen. Kaufpreis: faire 36.800 Euro.
Quelle: Press-Inform
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