15.02.2013, 12:37 Uhr | driver.de
Gleich fünf Fahrzeuge des Typs S6 bringt Setra Omnibusse auf die Oldtimer-Messe Retro Classics (7.-10. März) in Stuttgart. Der Setra S6 war nicht nur der erste Omnibus mit selbsttragender Karosserie, er gab der Firma Setra auch ihren Namen: Setra steht als Abkürzung für selbst tragend. Hinter Setra standen ursprünglich die Kässbohrer Fahrzeugwerke in Ulm.
Seine Typenbezeichnung hatte der S6, den sein Konstrukteur Otto Kässbohrer erstmals auf dem Genfer Autosalon von 1955 präsentierte, von der Anzahl der Sitzreihen. Mit einer Länge von 6,70 Metern und einer Breite von 2,25 Metern war er nach Omnibus-Maßstäben eher kompakt. Zu seinen technisch herausragenden Eigenschaften zählten unter anderem vier bis zum heutigen Tag einzigartige Einzelradaufhängungen an Doppellenkern, Gummifederungen mit Teleskop-Stoßdämpfern sowie eine Lenkradschaltung.
Ein tiefliegender Schwerpunkt und das ideale Verhältnis von Radstand, Überhang und Spurweite garantierten den Betreibern eine jederzeit stabile Straßenlage. Angetrieben wurde der S 6 von einem Vier-Zylinder-Dieselmotor 517 D 4K von Henschel, der von anfänglichen 85 PS in späteren Jahren durch einen Riemenlader auf 100 PS gesteigert wurde.
Vor 50 Jahren endete die Produktion des S6. Setra hatte bis 1963 insgesamt 1172 Einheiten hergestellt. Bis heute ist der Bus ein beliebter Blickfang auf Oldtimer-Treffen. Heute ist Kässbohrer-Omnibusfertigung in Ulm eine Tochter der Daimler AG. Setra präsentiert auf der Retro Classics außer Fahrzeugen von Rast-Reisen, Schranner, Kronberger und Fischer auch einen S 6 aus der Setra Oldtimer-Sammlung in Neu-Ulm.
Quelle: driver.de
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