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Was für eine Geschichte: Rallye Paris-Dakar

21.06.2012, 15:52 Uhr | ks (CF)

Wie kaum eine andere Rallye elektrisiert die Paris-Dakar die Massen. Dabei wurde das Rennen nach 30 Jahren in Rallye Dakar umbenannt und hat zudem ihre Route geändert. Der Mythos bleibt jedoch bestehen.

Rallye Paris-Dakar

Wie es der Name bereits sagt, verband die Rallye Paris-Dakar die französische mit der senegalesischen Hauptstadt. Der Auftakt zu dieser spektakulären Veranstaltung war im Jahr 1978. Nicht nur Autos, sondern auch Motorräder stellten sich Jahr für Jahr der enormen Herausforderung eines Wüstenrennens. Der Begründer der Paris-Dakar war Thierry Sabine, der nach einer Motorradtour durch die libyische Wüste auf die Idee einer eigenen Wüsten-Rallye kam. Nachdem Sabine im Jahr 1986 tödlich verunglückte, übernahm dessen Vater die Rallye und verkaufte schließlich die Rechte an das Unternehmen Amaury Sport Organisation (A.S.O.), die die Rallye bis heute durchführt. Die A.S.O. ist ein großes französisches Sportunternehmen, das beispielsweise auch die Tour de France veranstaltet.

Stéphane Peterhansel und sein Beifahrer Jean Paul Cottret in ihrem MINI Copiapo - Iquique Rallye Dakar 2012. (Quelle: imago)

Stéphane Peterhansel und sein Beifahrer Jean Paul Cottret in ihrem MINI Copiapo - Iquique Rallye Dakar 2012. (Quelle: imago)

Kennzeichnend für die Rallye Paris-Dakar waren von Anfang an die enormen Strapazen für Mensch und Material. Einzelne Etappen umfassten bis zu 800 Kilometer, und hinsichtlich der Orientierung waren Fahrer und Beifahrer auf sich allein gestellt. Daraus resultierte dann auch eine enorme Ausfallquote von mehr als 50 Prozent. Mit anderen Worten: Bereits ein Ankommen in Dakar war als Erfolg anzusehen.

Höhepunkte der Rallye Paris-Dakar

Wenngleich die Rallye Paris-Dakar nur schwer zu bewältigen war, nahmen immer auch Privatpersonen an dem Rennen teil. Zu den erfolgreichsten Fahrern gehört der Motorradpilot Stéphane Peterhansel, der in den 1990er Jahren gleich sechs Mal triumphierte. Peterhansel kann sich mit Fug und Recht "Mr. Paris-Dakar" nennen, denn auch am Steuer eines Automobils siegte der Franzose vier Mal. Dieses Kunststück gelang zuvor lediglich seinem Landsmann Hubert Auriol, der jedoch "nur" drei Triumphe vorzuweisen hat. Als erste Frau und gleichzeitig erste Deutsche gewann 2001 die Kölnerin Jutta Kleinschmidt die Wüstenrallye.

Die Schattenseite: Immer wieder gibt es Todesopfer

Immer wieder gerät die Rallye wegen tödlicher Unfälle in die Kritik. Über 60 Menschen starben im Laufe der Geschichte der Paris-Dakar. So verunglückten in den letzten Jahren vor allem Motorradfahrer bei schweren Stürzen tödlich. Aufsehen erregte aber auch ein Hubschrauberabsturz im Jahr 1986. Sechs Menschen kamen ums Leben, darunter auch der Erfinder der Rallye, Thierry Sabine. Auch etliche Zuschauer zählten zu den Opfern der Rallye: So wurden bislang insgesamt neun Kinder trotz verschärfter Sicherheitsvorkehrungen an der Strecke überfahren.

Rallye wird nach Südamerika verlegt

Während die Rallye bis 1995 stets in Paris startete, wurden seitdem auch andere Start- und Zielorte gewählt. 1995 startete die Rallye beispielsweise in Granada. Sie fand jedoch immer hauptsächlich auf dem afrikanischen Kontinent statt. Im Jahr 2008 änderte sich dies: In diesem Jahr fiel die Rallye zum ersten Mal in ihrer Geschichte aus. Grund waren Terrorwarnungen der französischen Behörden.

Als Reaktion auf die gefährdete Sicherheit findet die Rallye Dakar seit 2009 in Südamerika statt. In diesem Jahr startete und endete die Rally erstmals in Buenos Aires, wobei die Strecke nicht nur durch Argentinien, sondern auch durch Chile führte. In den folgenden Jahren behielt man diese Streckenführung bei. 2012 fuhren die Wagen im argentinischen Mar del Plata los. Ziel war die peruanische Hauptstadt Lima.

Quelle: ks (CF)

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